VFB Rellinghausen 08
Am 01.Mai.1908 trafen sich einige Studenten in der Gaststätte Gebrandenhof zu einer Versammlung, mit dem Vorsatz, einen Fußballverein zu gründen. Unter dem Namen Fußballclub Britania war damit der erste Fußballverein in der damaligen Bürgermeisterei Rellinghausen geboren. Im Jahre 1910 benannte sich der Verein, der mittlerweile auch Leichtathletik anbot, um in den „Verein für Bewegungsspiele von 1908 Essen Rellinghausen“. Als Wappen wurde das bis zuletzt bekannte Emblem gewählt. 1916 wurde der VfB 08 Ruhrbezirksmeister. 1921 errichtete der Verein einen Sportplatz am heutigen Stadtwaldplatz. Es folgten erfolgreiche Jahre, weitere Abteilungen wie Handball und auch eine Gesangsabteilung kamen hinzu. 1933 wurde behördlich eine Zwangsvereinigung mit dem SV Rellinghausen 1910 verfügt. 1937 kündigte die Stadt Essen den Pachtvertrag vom Sportplatz am Stadtwaldplatz. Fortan wurde im Wechsel im Walpurgistal und am krausen Bäumchen gespielt. Die Handballabteilung löste sich auf. Nach dem 2. Weltkrieg wurde gemeinsam mit anderen Rellinghauser Vereinen der Sportplatz am krausen Bäumchen restauriert und fortan als Spielstätte genutzt. Nachdem die 50er Jahre erfolgreich verliefen, kamen Anfang der 60er nach zwei Abstiegen erstmals Rufe nach Fusionen mit Rellinghausen 1910 und Bergerhausen auf, die der Vfb 08 aber entschieden ablehnte. Stattdessen wurden durch verstärkte Jugendarbeit immer wieder Nachwuchstalente entdeckt und gefördert, die es, wie z.B. Manfred Burgsmüller, bis in die Bundesliga schafften. Insgesamt behauptete sich die 1. Mannschaft durchweg erfolgreich in der Kreisliga A. Im Jugendbereich gelang zuletzt in den 90er Jahren der Aufstieg in die Bestengruppe bis zur Qualifizierung für die Aufstiegsspiele in die Niederrheinliga. Der erhoffte Aufstieg wurde allerdings leider nicht erreicht. Dennoch brachte diese Mannschaft zahlreiche Talente hervor, die heute im Essener Süden als Spieler und Trainer bekannte Größen sind.
Sportclub Rellinghausen 19/46
Nach dem 1. Weltkrieg im Jahre 1919 wurden in Rellinghausen der Turn- und Sportverein (TuS) Rellinghausen und der Fußballverein DJK Rellinghausen gegründet.
Im Jahr 1933 wurden die Vereine durch die damaligen Machthaber aufgelöst und das Vermögen beschlagnahmt.
Erst nach dem 2. Weltkrieg wurde 1945 vom TuS Rellinghausen und 1947 vom DJK Rellinghausen unter dem neuen Namen Alemania Rellinghausen der Spielbetrieb wieder aufgenommen.
Ein stetiges Auf und Ab prägte die Geschichte beider Vereine. Ein größerer sportlicher Erfolg blieb beiden Vereinen versagt.
Die Abteilung der Boxer trennte sich 1946 vom TuS Rellinghausen und machte unter dem Namen BC Rellinghausen von sich Reden.
Im Laufe der Jahre wurden erfolgreich Talente wie z.B. Manfred Oertgen, Bernd und Reinhard Chwat erkannt, gefördert und mehrmals Titel wie Bezirksmeister (z.B. Herbert Auth, Theo Hochkirchen, Willi Tewes), 2. DABV Meister (Udo Heinrich) und DABV Junioren-Meister (Peter Kläsener) errungen.
1974 gründete der Boxclub Rellinghausen eine Volleyball- und eine Gymnastik-Abteilung.
Im Jahre 1976 rollte eine Fusionswelle durch Rellinghausen und Bergerhausen. So entstand der ESV 10/21 durch die Zusammenschlüsse von SV Rellinghausen 1910 mit dem DJK Spiel und Sport Bergerhausen 1921 und es schlossen sich die beiden Vereine BC Rellinghausen und Alemania Rellinghausen zusammen und gründeten den Sport-Club-Rellinghausen 19/46 e.V., kurz SCR.
Erster Präsident des SCR wurde Hermann Kläsener, zuvor seit 1961 Mitglied des BC Rellinghausen. Für die folgende erfolgreiche Arbeit in der Vereinsführung bekam Hermann Kläsener im Jahre 1993 die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für besondere ehrenamtliche Tätigkeiten verliehen.
Im Jahr 1977 schloss sich auch der TuS Rellinghausen dem SC Rellinghausen an.
Damit waren dann für die nächsten Jahrzehnte die Positionen 'Am Krausen Bäumchen' bezogen.
Als Ende der 70er Jahre die ehemalige Hauptschule Rellinghausen ihre Pforten schloss, nutzte der SCR die Gunst der Stunde und übernahm mehr und mehr die alleinige Nutzung in der Sporthalle der Schule.
Fortan konnten die verschiedenen Sparten des SCR umso mehr davon provitieren. In den folgenden Jahren gründete der SC Rellinghausen weitere Abteilungen. Es kamen die Sparten Tischtennis, Handball und Judo dazu.
Bis heute wird die Halle auch nach der vorerst letzten Fusion von verschiedenen Sparten genutzt.
Im Jahre 2001 erhielt ein weiteres Vereinsmitglied, diesmal aus der Fußballabteilung, eine bedeutende Auszeichnung für erbrachte Leistung: Horst (PIKO) Gardeik bekam das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.
Im Jahr 2004 schlossen sich die Vereine SC Rellinghausen 19/46 und Ballfreunde Süd zu dem Verein SC Rellinghausen-Süd 19/46 e.V. zusammen.
Essener Sportverein 10/21
Der Verein ESV 10/21 e.V. entstand im Jahre 1976 durch die Fusion der Vereine Spielvereinigung Rellinghausen 1910 und DJK Spiel und Sport Bergerhausen 1921. Während der Traditionsverein Spielvereinigung Rellinghausen 1910 namentlich in den 40er aber auch noch Mitte der 50er Jahre eine bedeutsame Rolle in der damaligen - äußerst leistungsstarken - Bezirksklasse spielte, gewann die DJK Spiel und Sport Bergerhausen 1921 - nach der erfolgten Wiedergründung im Jahre 1952 - erst Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre auch sportlich immer mehr an Bedeutung und ,,klopfte" mehrfach an das Tor der Bezirksklasse, ohne jedoch den Aufstieg dorthin zu schaffen. Während in den letzten Jahren vor der Fusion die Spielvereinigung 1910 durch die hervorragende Jugendarbeit glänzte, setzten bei der DJK 21 mehr und mehr die immer erfolgreicher spielenden Senioren die Akzente. Für wahr ... glänzende Aspekte für eine erfolgversprechende Zusammenarbeit dieser beiden Vereine ...! Eine Zusammenarbeit, die von den Alt-Herren-Mannschaften der beiden Vereine im Rahmen einer Spielgemeinschaft bereits über mehr als einem Jahr mit gutem Erfolg praktiziert worden war. Zunächst aber wollen wir nachfolgend noch einmal die wesentlichen Daten und Fakten der beiden Fusionsvereine aufzeichnen: Die Spielvereinigung Rellinghausen 1910: Am 1. April 1910 gab die Bürgermeisterei Rellinghausen mit ihren Gemeinden Heide und Bergerhausen ihre Selbständigkeit auf und wurde in die Großstadt Essen eingemeindet. Zu dieser Zeit wurde ein Sportverein gegründet, der den Namen Sportclub Preußen trug. Zuerst spielte man in kleinem Rahmen Fußball, doch die Mitgliederzahl wuchs ständig und schon bald kam der Ehrgeiz zutage, sich mit anderen Vereinen messen zu wollen. So trat der Verein 1912 dem damaligen Emschertaler Spielverband bei. 1914 brach der erste Weltkrieg aus und beendete des Vereinsleben. Nach Kriegsende spielte der Sportclub ab 1919 in der C-Klasse und 1922 sogar in der B-Klasse. Man vereinigte sich mit dem Turnverein Rellinghausen 1891 und rückte später in die A-Klasse auf. Die Vereinigung hielt jedoch nur ein Jahr. 1926 fusionierte der Klub mit dem benachbarten Verein Rasensport 26 Bergerhausen und unter dem Namen Spiel- vereinigung Rellinghausen 1910 wurde der Verein 1930 und 1931 Meister der A-Klasse. Stärker wurde der Verein im Frühjahr 1933, als der Arbeitersportverein Fichte aufgelöst wurde. Aus dessen Reihen ging auch der erste Vorsitzende Karl Bergmann, der von 1933 bis 1969 ununterbrochen diese Funktion ausübte, hervor. Danach schloss der Klub eine "Kurzehe" für ein Jahr mit dem VfB Rellinghausen 08. Und es ging weiter aufwärts mit dem Verein - bis 1939 der zweite Weltkrieg ausbrach und der Spiel- und Sportbetrieb zum Erliegen kam. Von 1945 bis 1948 spielte der Verein dann in der Bezirksklasse, aus der er jedoch dann abstieg. Der erneute Aufstieg gelang 1951.1952 stieg der Verein wieder einmal ab und schaffte erst 1956 den erneuten Aufstieg in die Bezirksklasse. Doch wieder konnte sich der Klub dort nicht halten. 1957 begann der stetige Abstieg bis in die zweite Kreisklasse. Erst im Frühjahr 1976 konnte man wieder in die Kreisliga A aufsteigen. Im Juni dieses Jahres fand dann die Fusion zum Gesamtverein ESV 10/21 statt. Bis dahin hatte der Verein nach Karl Bergmann (1933-69) noch drei weitere Vorsitzende: Willi Frehmann (1969-71), Hermann Beckmann (1971-72) und Dieter Lutzenburg (1972-76). SUS Bergerhausen 1921: Als sich nach dem ersten Weltkrieg der Sportbetrieb in Deutschland fast lawinenartig ausbreitete, erfasste der Spiel- und Sportgedanke auch die Bergerhauser Jugend, die sich vor allem in der Jünglingskongregation der Pfarre St. Hubertus zur literarischen und turnerischen Betätigung zusammenfand. Innerhalb dieser Vereinigung wurde schon bald der Wunsch laut, eine eigene Sportabteilung zu gründen. Nachdem im Jahre 1920 der Reichsverband ,,Deutsche Jugendkraft" gegründet worden war, machte St. Hubertus ein Jahr später den Beginn. Im April 1921 war es dann soweit: Die Gründung erfolgte in den Katakomben der Sakristei der Kirche St. Hubertus. Kaplan Segerath, der engagiert die Gründung vorangetrieben hatte, gewann Lehrer Heinrich Engels als Vorsitzenden. Ein Name für den neuen Verein war schnell gefunden: ,,Spiel und Sport 1921 Essen-Bergerhausen". Im Vereinswappen prangte das Wahrzeichen Bergerhausens, das Krause Bäumchen. Der Verein begann mit einer Jugendmannschaft. Da es in Bergerhausen noch keinen Sportplatz gab, wurde am Forsthaus in Rellinghausen trainiert und gespielt. Nachdem die Jugendabteilung schnell auf drei Mannschaften anwuchs, wurde unter Mithilfe der Kirchengemeinde auf der Weserstraße ein Grundstück gepachtet und in Eigeninitiative ein Sportplatz gebaut. Dies war die Urzelle der heutigen Bezirkssportanlage ,,Am Krausen Bäumchen". Die Seniorenmannschaft wuchs und wurde von Jahr zu Jahr stärker. Sie stieg 1924 in die Gauklasse auf, musste allerdings schon 1925 wieder absteigen. In diesem Jahr wurde auch Heinrich Engels als Vorsitzender von Heinrich Stölting abgelöst. 1931 wurde mit einem Sportfest, einem Fackelzug und einem Jubiläumsball das zehnjährige Bestehen gefeiert. Neuer Mann an der Vereinsspitze wurde Paul Thomas. Nachdem in den folgenden Jahren die Fußballmannschaften mehrfach Gruppensieger wurden und verschiedene Auswahlspieler stellten, musste der Spielbetrieb 1934 eingestellt werden, da durch die Nationalsozialisten in Deutschland ein Verbot an alle konfessionellen Vereine und Verbände ging, sich öffentlich zu betätigen. Als sich die Lage in Deutschland nach dem Krieg entspannt hatte, wurde der Verein am 13. Juli 1952 durch Lehrer Willi Adams von der Elbeschule wieder gegründet, der dann auch erster Vorsitzender wurde und dieses Amt bis 1954 bekleidete. Von 1954 bis 1955 war Heinrich Grote Vorsitzender, 1956 W. Schorn, und von 1957 bis 1964 leitete der Verwaltungschef der IHK Essen, Ludwig Scheidt, den Verein. In der Spielzeit 1958/59 stieg die erste Mannschaft in die Kreisklasse auf und musste dann in der Saison 1961/62 als Viertletzter absteigen. Erst in der Spielzeit 1968/69 gelang dann nach zahlreichen zweiten Plätzen endlich der Wiederaufstieg in die erste Kreisklasse. In dieser Klasse konnte sich dann die Mannschaft nach einigen Startschwierigkeiten bis zur Fusion glänzend behaupten und verpasste den Aufstieg zur Bezirksklasse oft nur knapp.
Ballfreunde Essen-Süd 63
Im Jahre 1962 traten die damaligen Spieler der Thekenmannschaft Ballfreunde Essen-Süd an Heinrich Litges heran, um einen DJK Ballfreunde Essen-Süd zu gründen. Nach Absprache mit dem Pastor Fink und dem Kaplan Ligensa trafen sich H. Meyer, H. Litges, K. Sänger, G. Siepmann, H. Schlepper und B. Overwien im Pfarrheim zur ersten Besprechung Im gemeinsamen Einvernehmen wurde die DJK gegründet. Am 13. Januar 1963 fand eine erste Versammlung im Lokal Bäumer statt. Hier wurde ein Vorstand unter dem 1. Vorsitzenden Bruno Overwien gewählt. Als Gründungstag wurde der 20.04.1963 festgelegt. Unter dem Namen DJK Essen-Ost 23 wurde der Spielbetrieb begonnen und durch die Stadt Essen erfolgte die Platzeinweisung zur Platzanlage Am Krausen Bäumchen. Aufgrund verschiedener Schwierigkeiten konnte erst im jahre 1964 der Spielbetrieb begonnen werden So musste trotz leerer Kasse erst die Sporthilfe abgeführt werden, wofür wiederum Pastor Fink einsprang und der Landessportbund die Aufnahme bestätigte. Mit einem 3:1 gegen RSC II schaffte man im Mai 1966 schließlich den ersten Sieg. Im jahre 1978 gelang der 1. Mannschaft erstmals die Meisterschaft. Für die Saison 78/79 wurde auch eine Damenmannschaft gemeldet. Anfang der 80er Jahre erfolgte der Aufbau eine Jugendabteilung. Alle Altersklassen konnten besetzt werden und regelmäßig spielten Teams in den Bestengruppen. In der Saison 82/83 stieg die Erste Mannschaft in die Kreisliga A auf und wurde nur 2 Jahre später wiederum Meister in dieser Liga. Nach einer Serie von 18 Spielen ohne Niederlage wurde ein Qualifikationsspiel um den Aufstieg in die Bezirksliga gegen Steele 09 leider verloren. Ende der 80er Jahre gerieten die Ballfreunde in schwierige Fahrwasser, was schließlich zum Abstieg in die Kreisliga B führte. Erst in der Saison 93/94 meldeten sich die Ballfreunde zurück. Mit einem Doppelschlag gelang der 1. Mannschaft der Aufstieg in die Kreisliga A und der 2. Mannschaft zeitgleich der Aufstieg in Liga B. Selbst der 3. Mannschaft fehlte nur ein Punkt, um ebenfalls aufzusteigen. In den folgenden Jahren wurde es dann etwas stiller um die Ballfreunde und es folgte Ende der 90er wiederum der Abstieg in Liga B. Im Jahr 2004 schlossen sich die Vereine SC Rellinghausen 19/46 und Ballfreunde Süd 63 zu dem Verein SC Rellinghausen-Süd 19/46 e.V. zusammen.
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